Section outline

  • In welcher Art und Weise werden digitale Lehr- und Lernszenarien umgesetzt und welche Unterscheidungen sind vorzunehmen?


    • E-Learning-Angebote bzw. digitale Lehr- und Lernszenarien lassen sich anhand eines Virtualisierungsgrades differenzieren und analysieren.

      Die Frage nach dem Virtualisierungsgrad von Lehre lässt sich daher mit den verschiedenen Einsatzarten und dem Anteil von digitalen Medien am Unterrichtsgeschehen beantworten. Ein Virtualisierungsgrad von 0 bedeutet keinen Einsatz von digitalen Medien und eine rein klassische Vermittlung.



      Unabhängig von der didaktischen Umsetzung, lassen sich diesbezüglich drei verschiedene Konzepte einer Virtualisierung von Lehre unterscheiden:

      ·       Anreicherungskonzept          (= Virtualisierungsgrad 1-3)

      ·       Integrationskonzept              (= Virtualisierungsgrad 4)

      ·       Virtualisierungskonzept        (= Virtualisierungsgrad 5)


      Beim Anreicherungskonzept nehmen digitale Medien eine ergänzende Funktion ein, da sie als Hilfsmittel z.B. im Sinne einer Verteilung von Materialien und/oder zur Kommunikation dienen. Klassischen Formen der Lehre werden sozusagen beibehalten, digitale Medien besitzen aber einen additiven Charakter und werden eingesetzt.

      Virtualisierungsgrad 1

      Virtualisierungsgrad 2

      Virtualisierungsgrad 3

      Powerpoint Folien / PDFs

      Lernplattform-Einsatz

      Multimediale Anwendungen

      Office-Dokumente

      Organisation Veranstaltung

      Interaktivität (z.B. Tests)

      Cloudspeicher-Nutzung

      Aufgaben online / Termine

      Codierungsvielfalt (Video)

       

      Austauschmöglichkeiten

      versch. Sinnesmodalitäten

       

       

      Tools werden ausgereizt

       
      Beim Integrationskonzept bilden Präsenz- und digitale Lehre ein gleichwertiges und alternierendes Konstrukt, man spricht hierbei auch von Blended-Learning oder hybriden Lehrformen. Zumeist eignen sich die Lernenden die bereitgestellten Lerninhalte z.B. über eine Lernplattform im Selbststudium an, nutzen die Präsenzphasen dann zur intensiven Diskussion, Vertiefung einzelner Themen und zum kollaborativen Arbeiten in (Klein-)Gruppen. Der Lehrende nimmt in diesen Prozessen eher die Rolle eines Tutors und Moderators ein. Dieses didaktische Konzept wird auch als „Inverted“ (umgekehrt) oder „Flipped“ - Classroom bezeichnet und kombiniert die Vorteile der Präsenz- mit denen der Onlinelehre.

      Virtualisierungsgrad 4

      Wissensvermittlung online

      Selbstbestimmtes, flexibles Lernen

      Präsenzphasen zur Vertiefung, Diskussion

      Vielfältige Methoden u. Interaktionen

       
      Das Virtualisierungskonzept stellt die höchste Stufe (5) bei den Virtualisierungsgraden dar. Die Lehre findet hierbei rein im digitalen Raum statt und Präsenzphasen sind nicht vorgesehen. Man unterscheidet dieses Konzept dann noch in eine synchrone (=live) und/oder asynchrone (Aufzeichnung) Vermittlung, die auch kombiniert umgesetzt werden können.

      Virtualisierungsgrad 5

      Alleinige, digitale Vermittlung ; Onlinekurse

      Foren, Chats, Email à Digitale Kommunikation

      Hoher Betreuungsaufwand

      Lehrende gefordert als Tutor, Moderator

      Der Trend und die aktuelle Entwicklung favorisieren einen Virtualisierungsgrad 4, da hier die Vorteile der Präsenz- und Onlinelehre kombiniert werden und es in vielerlei Hinsicht den Anforderungen der heutigen Arbeitswelt 4.0 nahe kommt!
       
       


    • Das Electronic-Teaching ist ebenso wie das E-Learning nicht klar definiert und wird oftmals mit Begriffen wie Teleteaching, Distance Teaching oder E-Moderating etc. synonym verwendet.

      Gemein haben diese Bezeichnungen die Abgrenzung zur klassischen Präsenzlehre, da ein E-Teaching eine synchrone (=live; Bsp.: Virtuelles Klassenzimmer) Vermittlung oder eine asynchrone Lehre (Bereitstellung von Content über z.B. eine Lernplattform; z.B. Aufzeichnung einer Vorlesung) meint.

      Im Unterschied zum E-Learning stellt das E-Teaching die Perspektive der Lehrenden in den Vordergrund, ihre didaktische Methodik und ihr ausgewähltes Lehr- und Lernsetting.


      Fragestellungen und Herausforderungen einer synchronen/asynchronen Distanzlehre finden Sie unter 2.4.3 tiefergehend erläutert...

    • Blended Learning


      Eine Mischform der Präsenzlehre und einer Lehre im digitalen Raum bezeichnet man als Blended (vom englischen to blend = mischen) - Learning oder auch z.T. unscharf als hybride Lehre (wobei hier noch zwischen synchroner / asynchroner Vermittlung differenziert wird). Während bei einer hybriden Veranstaltung nicht alle Lernenden in einem Raum zusammen sind (Präsenz- und zeitgleich Onlinepublikum), sind in einem Blended Learning Szenario alle Lernenden (je nach Phase) zusammen online oder eben gemeinsam vor Ort vereint.

      Hierbei werden die Vorteile einer Präsenzlehre mit denen einer reinen digitalen Vermittlung kombiniert. Ein individuelles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen kann z.B. über einen Kurs auf einer Lernplattform ermöglicht werden, ohne den sozialen Kontakt, den Austausch und ein Miteinander in einer Präsenzphase zu vernachlässigen. Die Präsenzphase kann hybrid, im Sinner eine gleichzeitigen Präsenz- und Onlineveranstaltung, oder im Wechsel mit Onlinephasen (wie bei Blended-Learning Konzepten vorgesehen) durchgeführt werden.

      Es gilt also eine gute Balance und didaktische Verknüpfung zwischen Präsenz- und Onlinelehre herzustellen. Dies erfordert von der Organisation und Koordination häufig einen Mehraufwand bei Lehrenden und Lernenden, spiegelt jedoch Trends und Anforderungen der heutigen Arbeitswelt (kollaboratives Arbeiten) wieder und erfährt dadurch eine besondere Relevanz (vgl. Quade, 2017).


      Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass gut konzipierte Blended-Learning-Szenarien zu mehr Motivation, erhöhter Selbstwirksamkeit sowie einem besseren Lernerfolg führen können (Rafiola et al., 2020). Verschiedene Modelle zur Umsetzung entsprechender Szenarien finden sich u.a. bei Christensen et al. (2013).
       
       
       
       

    • Statt eine Gegenüberstellung von E-Learning und analoger Lehre vorzunehmen, lassen sich über verschiedene Szenarien auch Schnittmengen feststellen und Anknüpfungspunkte für z.B. hybride Lehr- und Lernarrangements finden!
      Die nachfolgende Grafik differenziert verschiedene Szenarien von Lehre anhand der Schnittmengen:

        1. selbstgesteuert, kooperativ, asynchron, interaktiv -> Arbeit in einem Wiki, Forendiskussion
        2. geführt, kooperativ, synchron, interaktiv -> Gruppenarbeit an einer Aufgabenstellung, Breakout-Room einer Videkonferenz
        3. selbstgesteuert, individuell, interaktiv -> Selbstüberprüfung in einem Online-Test, H5P, Online-Simulation eines Laborversuchs
        4. individuell, geführt, passiv -> Rezeption eines Lehrvideos oder einer Vorlesungsaufzeichnung

      Szenarienwürfel
       
       
      Nachfolgend sollen einige dieser Szenarien der Praxis tiefergehend beleuchtet werden und Ihnen über weitergehende Links & Informationen Hilfestellung für eine Umsetzung sein!


    • Ein beliebtes Szenrario, welches als Teil von Blended-Learning verstanden werden kann, spiegelt sich im umgekehrten (= inverted) Klassenzimmer wieder.

      Lernende sollen sich (im Sinne einer Individualisierung von Lernen) grundlegende Inhalte in einer Art Selbststudium über z.B. eine Lehr- und Lernplattform aneignen und die Präsenzphasen dann dafür nutzen, vertiefende Themen zu diskutieren und kollaboratives bzw. koopeatives Arbeiten an z.B. fachspezifischen Problemen und Fragestellungen zu initiieren.

      Die Lehrkraft dient bei diesen Lernprozessen als Moderator und Begleiter, der die grundlegenden Inhalte vorab zur Verfügung stellt und ggfls. erweitert und anpasst. Mertens et al. (2019: 343) konstatieren in diesem Zusammenhang: „Lehrende sind angehalten, modularisierte Angebote zu erstellen, die ein Überspringen oder Wiederholen von Lernstoff ermöglichen.“

      Der Vorteil dieses Konzeptes liegt in der zeit- und ortsunabhängigen Bereitstellung von Lernstoff, welches eine Flexibilisierung des Lernens aufgrund der technischen und digitalen Entwicklung in der Gesellschaft etabliert hat.  Die Selbststeuerung des Lernens erfordert vom Lernenden wiederrum mehr Selbstdisziplin und Eigenverantwortung, von Seiten der Lehrenden eine aufwendigere, didaktische Inszenierung unter Berücksichtigung der technischen Voraussetzungen und der eigenen digitalen Kompetenzen.
       
       

    • Hybride Lehre im Hörsaal

      Was meint hybride Lehre?

      Eine hybride Lehrveranstaltung meint hier ein synchrones ("live") Lehr- und Lernszenario, bei dem ein Teil der Studierenden online, der andere Teil gleichzeitig in Präsenz teilnimmt!

      Diese Veranstaltungsart bringt einige Herausforderungen für Lehrende und auch Studierende mit sich, die es nachfolgend zu erörtern gilt.

      Darüber hinaus werden wir einige Erfahrungswerte und Hinweise aus der Praxis zusammenfassen, die Ihnen für die Umsetzung entsprechender Szenarien Hilfe leisten können.


      Warum überhaupt hybride Lehre?

      Student at home learningDer Vorteil dieses Lehr- und Lernszenarios besteht in der flexiblen Teilnahmemöglichkeit von Studierenden.  Z.B. müssen Teilzeit- und/oder berufsbegleitende Studierende nicht zwingend vor Ort sein, um am Unterricht teilzunehmen! Zudem könnten auch internationale oder inklusive Studierende an solchen Angeboten partizipieren, die aufgrund der Distanz bzw. besonderer Lebensumstände nicht persönlich vor Ort erscheinen würden/könnten.

      Bei gutem methodisch-didaktischen Design kann auch ein kollaboratives Arbeiten in Teams gefördert und geschult werden, welches in der heutigen Arbeitswelt einen hohen Stellenwert einnimmt und Studierende dahingehend vorbereiten kann! 

      Darüber hinaus kann der Einsatz und der Umgang mit digitalen Tools (z.B. Whitboards, ARS-Systeme) in Live-Settings erprobt werden und ein anderer Zugang zu Informationen/Lerninhalten und deren Dokumentation geschaffen werden.

      Ziel: "[...]die Erweiterung der Handlungsoptionen und damit das Ermöglichen einer Vielfalt der Aktivitäten bei denen auf unterschiedliche Weise gelernt wird." (Kohls & Dubbert, 2023: 12)

      Herausforderungen
      1. Technische Ausstattung:
      Eine hybride Lehrveranstaltung erfordert eine ausreichende, moderne technische Ausstattung, um gerade die Online-Komponenten zu unterstützen. Dies kann beispielsweise eine stabile Internetverbindung, geeignete Hardware und Software sowie die Kenntnis der verwendeten Tools erfordern (in der THGA z.B. in Raum 218 vorhanden). Darüber hinaus sollten sich Lehrende mit der Bedienung und Handhabe der Technik vorab vertraut machen!

      2. Didaktisches Konzept & Vermittlung:
      Um sicherzustellen, dass die hybride Lehrveranstaltung für alle Studierenden erfolgreich verläuft, muss ein geeignetes didaktisches Konzept entwickelt werden. Hierbei müssen Aspekte wie die Art und Weise, wie Inhalte präsentiert werden, die Aufgabenstellung und die Interaktion zwischen den Studierenden berücksichtigt werden (mehr dazu auch in diesem Kurs).

      3. Zeitmanagement:
      Bei hybriden Lehrveranstaltungen, bei denen Präsenz- und Online-Aktivitäten kombiniert werden, ist ein effektives Zeitmanagement unerlässlich. Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Online-Aktivitäten so geplant werden, dass sie mit den Präsenzinhalten und dem geplanten Ablauf koordiniert werden.

      4. Sozialer Austausch:
      Eine der größten Herausforderungen bei hybriden Lehrveranstaltungen ist es, den sozialen Austausch zwischen den Studierenden aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders wichtig, da diese Art von Veranstaltungen oft ein höheres Maß an Selbstorganisation erfordern, was dazu führen kann, dass einige Studierende sich isoliert fühlen und/oder eine gut strukturierte Gruppenarbeit verhindert wird.

      Fragestellungen als Konsequenz

      - Welche Technologie ist vorhanden und wird benötigt, um die Online-Komponente der Lehrveranstaltung einwandfrei durchzuführen?

      - Wie kann das didaktische Konzept so gestaltet werden, dass es sowohl online als auch offline bzw. vor Ort funktioniert?

      - Wie können Lehrende sicherstellen, dass die Studierenden, die online teilnehmen, ausreichend Möglichkeiten für Fragen und Anmerkungen haben (Rückkanal/Gleichbehandlung)?

      - Wie kann der soziale Austausch zwischen den Studierenden unterstützt werden, um sicherzustellen, dass sie sich nicht isoliert fühlen und gemeinsame Arbeit / Kommunikation funktioniert?

      - Wie kann das Zeitmanagement optimiert werden, um sicherzustellen, dass sowohl online als auch offline Aktivitäten koordiniert werden können?

      - Wie gestalten Sie Kooperation / Kollaboration in Gruppen in diesem Setting?


      Gestaltungshinweise & Erfahrungswerte
      Co-Moderation
      Co-Moderation:

      Studierende als Co-Moderator/In erleichtern Ihnen als Lehrperson die Übersicht über Wortmeldungen und Fragen Ihres Distanzpublikums.

      Über den Chat, ARS-Tools oder z.B. Handzeichen können entsprechende Rückmeldungen des Distanzpublikums erfasst, gehört und/oder geordnet werden.

      Diese Entlastung setzt natürlich eine aufmerksame und zuverlässige Person voraus, die von Ihnen instruiert wird und als Ansprechpartner/in dient!

      Die Rolle sollte im Wechsel von Studierenden vergeben werden, sofern keine wissenschaftliche Hilfskraft oder Dritte hierfür verfügbar sein sollten.

      Die Beteiligung und auch Aktivierung des Distanzpublikums entspricht dem Grundsatz der Gleichbehandlung und sollte nicht zuletzt deshalb geplant und mitgedacht werden!


      KollaborationKollaborative Aufgaben & Tools
      Gerade wenn es um den Austausch, das Miteinander und die gemeinsame Er- und Bearbeitung von Lehr- und Lerninhalten in hybriden Szenarien geht,
      können Sie kollaborative Werkzeuge nutzen, die den Fokus auf Teamarbeit, Dokumentation und letztlich ein gemeinsames Ergebnis setzen.

      Kollaboration adressiert (im Unterschied zu kooperativen Lernarrangements) die gemeinsame Auseinandersetzung mit Lerninhalten, den Diskurs als notwendige Bedingung und die daraus resultierende Fertigstellung eines Ergebnisses im Gesamtprozess. Tiefergehende Erläuterungen, Unterscheidungen und entsprechende Aufgabenformate finden Sie in diesem Kurs [16.03.2023].

      Kollaboratives Arbeiten wird mittlerweile als "Future Skill" (vgl. Hieronimus et al., 2022) im Rahmen von digitalen Schlüsselkompetenzen eingeordnet und erfährt entsprechende Relevanz in zahlreichen Branchen, Universitäten und auch im Sinne einer Teilhabe [17.03.2023] in unserer Gesellschaft!


      Digitale ToolsTools und Dienste:

      Kollaborative Texterstellung: Etherpad der THGA [26.07.2023]

      Digitale Pinnwand (z.B. Collaboard, Padlet, Taskcards , pinnet)

      Digitales Whiteboard (u.a. Miro, Mural, Zoom Whiteboards, Conceptboard)

      Moodle-Tools zur Kollaboration (z.B. Moodle-Wiki, H5P-Inhalte )


      Wichtig: Nicht alle Werkzeuge / Dienste entsprechen der DSGVO, insofern prüfen Sie vor einer Nutzung die Datenverarbeitung und informieren Sie sich diesbezüglich über aktuelle Vorgaben/Richtlinien!


      Gruppenarbeiten in hybriden Lehrszenarien

      Wenn Sie bestimmte Aufgaben in hybriden Veranstaltungen durch ein Gruppe er- und bearbeiten lassen wollen, so stellt sich die Frage nach einer geeigneten Form und Organisation von Gruppenarbeit im physischen und virtuellen Raum.

      Grundsätzlich hängt die Beantwortung dieser Frage erstmal von der allgemeinen Teilnehmendenzahl, den räumlichen und technischen Gegebenheiten, den Teilnehmenden in Präsenz und der Größe Ihres Distanzpublikums ab!

      Nachfolgend sollen verschiedene Szenarien von Gruppenarbeit beleuchtet und Tipps zur Umsetzung zusammengefasst werden:

      Einige weiterführende Informationen und Gestaltungshinweise finden Sie unter diesem Link der Universität Köln [17.03.2023]
    • Students working on- and offlineKleingruppen können dazu genutzt werden, um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten.

      Eine Thematik kann in Themenblöcke unterteilt und aufgeteilt werden und jede Gruppe arbeitet entsprechend zu einem Teilaspekt des Themas.

      Hierzu können Leitfragen zur Bearbeitung vorab vorbereitet werden. Am Ende der Gruppenphasen stellt dann jede Gruppe ihr Ergebnis im Plenum vor!

      Für Kleingruppen von bis zu ca. 20 Lernenden, die Sie für eine Gruppenarbeit in virtuelle Gruppen und Präsenz-Gruppen getrennt unterteilen wollen, ergeben sich folgende Organisationsmöglichkeiten:

      Beispiel: 10 Teilnehmende (TN) vor Ort und 8 TN virtuell:

      Vor Ort bilden sich 3 Präsenz-Gruppen à 3-4 Personen und online dann 2 Gruppen à 4 Personen (in Breakoutrooms).

      Methodik Beispiel: 10 Punkte / A-Z-Liste:


      Student holding tabletJede Gruppe bekommt ein Thema und erarbeitet 10 wichtige Fragen oder Punkte (von A-Z) zum Thema.
      Hier können z.B. Online-Whiteboards (wie in Abschnitt 2.4.2 beschrieben) zum Einsatz kommen. Beispielsweise kann für alle Gruppen ein Board mit Bereichen pro Gruppe angelegt werden.

      Nun erstellen die Teilnehmenden ihre Listen, die Kommunikation erfolgt weiterhin via Breakout-Raum oder via Text-Chat auf dem Online-Whiteboard. Die Ergebnisse können am Ende der Gruppenarbeit präsentiert und diskutiert werden.

      Weitere Methodiken und didaktische Differenzierungen der Vermittlung finden Sie in diesem Kurs [17.03.2023]

    • Students collab hybrid

      Wenn Sie für Gruppenaufgaben bzw. Gruppenarbeiten in Ihrer synchronen, hybriden Veranstaltung Präsenzteilnehmende mit Distanzteilnehmenden mischen wollen, so gilt es gewisse Vorüberlegungen in der Konzeption zu bedenken.

      Grundsätzlich erhöht dieser Ansatz die Herausforderung und Komplexität des didaktischen Settings. Die Bedingungen hierzu werden nachfolgend erläutert!



      Bedingung/Herausforderung:

      Präsenzteilnehmende brauchen in diesem Szenario für die Kommunikation mit den Distanzstudierenden Zugang zu dem verwendeten Videokonferenzsystem (z.B. Zoom) und den Breakoutrooms.
      Hierfür könnten Laptos und z.B. idealerweise Headsets vor Ort (räumliche Eignung und technische Verfügbarkeit?) genutzt werden, unter Umständen aber auch private Smartphones oder entsprechende mobile Endgeräte mit Zugang zum Dienst (hier: Zoom) Verwendung finden.

      Wichtig: Wie stellen Sie sicher, dass jede/r Teilnehmende Zugang hat bzw. auch im Sinne der Gleichbehandlung an solch einem Lernsetting partizipieren kann?

      Gruppeneinteilung über Breakoutrooms bei Zoom:

      In Ihrem Zoom-Konto können Sie die Funktion von Breakout-Räumen aktivieren und anschließend verwalten und entsprechende Räume erstellen [17.03.2023].

      Es kann hilfreich sein, Teilnehmende (sofern bekannt) im voraus schon Breakout-Räumen zuzuweisen. Die Vorgehensweise hierfür finden Sie für Zoom unter diesem Link [17.03.2023].

      Wenn Sie Teilnehmenden selbst gestatten wollen, sich den Breakoutroom aus einer Liste von Räumen auszusuchen (z.B. zu einem bestimmten Thema), so finden Sie unter diesem Link der Zoom-Hilfe eine Anleitung!


      Grundsätzlich empfiehlt es sich tendenziell eher Präsenz- und Distanzstudierende in Gruppenarbeiten zu trennen (gerade bei größeren Gruppen), da die geschilderten Bedingungen oftmals nicht ideal sind und der Mehrwert dieses Szenarios überschaubar bleibt!
    • Prof planningwith large groupWenn Sie eine synchrone, hybride Veranstaltung mit einer großen Gruppe umsetzen möchten, so empfiehlt es sich Präsenz- und Distanzpublikum bei möglichen Gruppenarbeiten zu trennen.

      Es können hierbei z.B. digitale Whiteboards oder digitale Pinnwände genutzt werden, um Lösungswege und Ergebnisse zu dokumentieren, zu archivieren sowie beiden Gruppen gleichermaßen zugänglich zu machen.

      Interaktivität und Partizipation lässt sich in diesem Szenario sehr gut mit Audience Response Systemen (ARS) herstellen, bei denen Sie Fragen, Abstimmungen und/oder Thesen vorbereiten und im Unterricht dann direkt einsetzen und diskutieren können.


      Einige Praxistipps und Empfehlungen zur Gestaltung von entsprechenden hybriden Szenarien finden Sie unter anderem hier und hier [17.03.2023]

    • Distance Teaching

      Wie unter 2.2 beschrieben meint Distanzlehre eine reine Digitallehre, die synchron (=live) und/oder asynchron (orts- und zeitunabhängig) gestaltet werden kann.

      In der Praxis finden sich häufig "Mischformen" vor, bei denen ein asynchroner Kurs mit Lehr- und Lernmaterialien/-aufgaben als Basis und zur Vorbereitung dient und Teile der Vermittlung sowie Vertiefung dann online (z.B. in mehreren Videokonferenzen) durch Lehrende stattfinden.

      Der Anteil und die Umfänge einer Digitallehre werden u.a. durch Curricula der Institution vorgegeben.

      Nachfolgend sollen nochmal Besonderheiten und Herausforderungen solcher Szenarien (sowohl bei synchroner, als auch asynchroner Vermittlung) zusammengefasst werden.

      Nutzen Sie für tiefergehende Information zur Konzeption bitte unseren Kurs zum Didaktischen Design von Lehrveranstaltungen [21.03.2023]

    • ZoomWenn Sie eine Veranstaltung online mit Hilfe eines Videokonferenzdienstes (z.B. Zoom) durchführen, so gilt es gewisse Herausforderungen und Fragestellungen vorab zu klären bzw. diese in Ihre Konzeption miteinfließen zu lassen.

      Grundsätzlich sind Sie als lehrende Person relativ frei in der Gestaltung und Durchführung solcher Szenarien, dennoch gibt es Erfahrungswerte und Empfehlungen, die Ihnen nachfolgend als eine Art Orientierung und Hilfestellung dienen sollen...


      Grundsätzliche, konzeptionelle Überlegungen und Best-Practice Beispiele für eine Umsetzung solcher Szenarien und zur Beantwortung der unten aufgeführten Fragen finden Sie in unserem Kurs zum Didaktischen Design [21.03.2023]
    • Checkliste:
      Haben Sie Ihre Online-Veranstaltung in Phasen mit Lehr- und Lernzielen unterteilt?

      Schließt die Veranstaltung nachvollziehbar und transparent an vorherige Lehr- und Lernszenarien an?

      Wie stellen Sie sicher, dass alle Teilnehmenden auch Zugang zur Veranstaltung haben?

      Sind die technischen Voraussetzungen für eine reibungslose Durchführung gegeben?

      Wie stellen Sie sicher, dass Teilnehmende sich aktiv einbringen können (Fragen/Rückmeldungen)?

      Wie gestalten Sie mögliche Gruppenarbeiten und Aufgaben?

      Wie möchten Sie Lernergebnisse / Lösungen (von z.B. Gruppenarbeiten) dokumentieren bzw. archivieren?

      Nutzen Sie eine Art von Co-Moderation und wie organisieren Sie diese?

      Nutzen Sie Audience Response Systeme und wenn ja wie und an welcher Stelle?

      Möchten Sie die Veranstaltung aufzeichnen und wenn ja: Beachten Sie diesbzgl. die DSGVO?

      Wie erheben Sie Feedback und stellen Sie sicher, dass alle Fragen beantwortet werden?

      Welche Kontaktmöglichkeiten stellen Sie generell für Nachfragen und/oder Anmerkungen zur Verfügung?

    • Moodle KursWenn Sie Lehr- und Lernmaterialien, spezifische Aufgaben und z.B. Wissensüberprüfungen über einen begleitenden Online-Kurs auf einem Learning-Management-System (LMS) zugänglich machen, so gilt es hierbei auch einige Punkte zu beachten.

      Neben Aufbau, Struktur und der Aufbereitung der Lehr- und Lerninhalte sollten z.B. auch Kontakt-/ Diskussionsmöglichkeiten sowie interaktive Elemente mitgedacht werden.


      Einstellungen, Werkzeuge und sonstige Gestaltungsoptionen für Ihren Moodle-Kurs finden Sie in aller Tiefe hier erläutert [22.03.2023]
    • Grundlegende Fragen/Hinweise:

      Entsprechen die allgemeinen Kurseinstellungen (Zugang, Gruppen etc.) den Vorgaben bzw. Ihrem Bedarf?

      Wann und in welchem Zeitraum soll der Kurs für wen genau zugänglich gemacht werden?

      Haben Sie eine klare Struktur und inhaltliche Orientierung im Kurs implementiert?

      Gibt es Kontaktmöglichkeiten im Kurs bzw. welche wollen Sie hier nutzen (z.B Forum/Chat)?

      Sind die einzelnen Abschnitte und Kapitel übersichtlich gegliedert (Inhaltsangabe)?

      Bauen die einzelnen Abschnitte schlüssig aufeinander auf (roter Faden)?

      Sind die Formatierungen einheitlich und im Idealfall auch im "Corporate Design"?

      Wie stellen Sie mediale Inhalte zur Verfügung (Audio / Video / Dokumente etc.)?

      Sind die genutzten Medien lizenzrechtlich einwandfrei nutzbar und entsprechend gekennzeichnet?

      Sind interaktive Elemente (z.B. H5P-Inhalte) integriert?

      Stellen Sie zusätzliche Vertiefungen & Informationen zur Verfügung (z.B. über Links & Literatur)?

      Nutzen Sie Glossare?

      Sind Wissensüberprüfungen enthalten und wie werden diese genau umgesetzt / genutzt?

      Wie stellen Sie sicher, dass Teilnehmende des Kurses über Neuigkeiten / Ergänzungen informiert werden?

      Informieren Sie sich bitte über die vielfältigen Möglichkeiten der Gestaltung & Einstellungen eines Kurses auf moodle hier [21.03.2023]